Fall 2: Die Todesfall-Simulation

Relevante Fragen / Aufgabenstellung

Der Todesfall des Hauptverdieners bzw. der Hauptverdienerin gehört für den überlebenden Partner zu den finanziell existenzbedrohenden Lebensrisiken. Die Abdeckung dieses Risikos ist für Sie und Ihre Familie ganz grundlegend wichtig.

 

Mit dieser Simulation zeigt Ihnen der Finanzplaner auf, wie sich der Todesfall des Hauptverdieners bzw. der Hauptverdienerin auf das Vermögen, Liquidität und Steuern der Familie auswirken wird.

 

Die finanzielle Situation des oder der Hinterbliebenen ändert sich durch

  • den Wegfall der vom Verstorbenen erzielten Einkünfte
  • eventuell anfallende höhere Kosten aufgrund der Anstellung einer Haushaltshilfe oder einer Kinderbetreuung
  • die eventuelle Belastung durch Erbschaftsteuer.

Diese Änderungen werden (zum Teil) aufgefangen durch:

  • die Auszahlung von Todesfall-Leistungen aus Lebensversicherungen
  • den Wegfall von persönlichen Kosten des Verstorbenen, wie zum Beispiel die Krankenversicherung
  • die mögliche Verringerung von Lebenshaltungskosten.

Die Todesfall-Simulation dient Ihnen dazu, die Auswirkungen dieses Lebensrisikos bezogen auf die jeweilige individuelle finanzielle Situation darzustellen und ggf. einen passenden Versicherungsschutz abzuschließen.


Wie findet man passenden Versicherungsschutz und weshalb ist die richtige Versicherungssumme so wichtig?

Vermittler berechnen die benötigte Versicherungssumme im Todesfall in aller Regel über statische Checklisten und vereinfachte Berechnungen. Das nennen Vermittler dann eine Risikoanalyse. Im Todesfall des Versicherten entscheidet jedoch u.a. die Höhe der Versicherungssumme darüber, wie gut oder schlecht seine Hinterbliebenen abgesichert sind. Hierbei ist mindestens zu klären, wie viel Einkommen im Todesfall wegfällt, welche Einnahmen aus der gesetzlichen Rentenversicherung fließen, ob Vermögen vorhanden ist, welcher finanzielle Aufwand monatlich zu decken ist und welche Schulden zu tilgen sind. Besser ist, eine Todesfall-Simulation zu erstellen, aus der die finanziellen Auswirkungen im Hinblick auf Vermögen, Liquidität und Steuern im Todesfall des Hauptverdieners bzw. der Hauptverdienerin hervorgehen und die dynamisch aufgebaut ist. 

Die Lösung: Todesfall-Simulation

 

Teil 1: Vermögensvergleich

In der Ausgangslage entwickelt sich das Nettovermögen der Eheleute bis zum Renteneintritt stetig nach oben und steht im Rentenalter für die Gestaltung eines sorgenfreien Lebensabends zur Verfügung.

 

Bei der Simulation des Todesfalles bleibt das Nettovermögen bis zum Renteneintritt der Überlebenden konstant. Die Auszahlungen aus den Risiko-Lebensversicherungen werden durch die Vererbung eines Teils der Immobilie an die Kinder ausgeglichen. Ab dem 65. Lebensjahr wird das Vermögen verzehrt und ist in dieser Beispielrechnung nach dem 73. Lebensjahr der überlebenden Lebenspartnerin verbraucht.

Teil 2: Liquiditätsvergleich

Im Grundszenario entwickelt sich die freie Liquidität bis zum Renteneintritt stetig positiv. Eventuelle Unterdeckungen im Rentenalter werden mit dem bis dahin aufgebauten Vermögen abgedeckt.

 

Im Todesfall des Hauptversorgers fließen einmalig rund 210.000,-- EUR aus einer Risiko-Lebensversicherung zu. Allerdings ist die freie Liquidität danach jedes Jahr negativ.

 

Die Entwicklung des privaten Liquiditätskontos zeigt auf, dass das aufgrund des Todesfalls zufließende Kapital voraussichtlich bis zum 61. Lebensjahr der Ehefrau reicht. Danach müsste sie auf bis dahin angespartes Vermögen zugreifen.

Die Entscheidungsfindung

Die einmaligen Zuflüsse aus der Todesfall-Leistung der Risiko-Lebensversicherung reichen nicht aus, um die Hinterbliebene lebenslang zu versorgen.

 

Darüber hinaus kann sie den bis dato bestehenden Sparplan nach dem Tod ihres Mannes nicht weiterführen, so dass bei Renteneintritt deutlich weniger Vermögen zur Verfügung steht.

 

Die hinterbliebene Ehefrau wäre also auf eigene Einkünfte angewiesen.

 

Insofern wäre der Abschluss einer (weiteren) Risiko-Lebensversicherung auf das Leben des Mannes oder entsprechender Surrogate wichtig.

 

Selbstverständlich sollte man auch den umgekehrten Fall beleuchten: Wie steht es um die Lebensplanung des hinterbliebenen Ehemannes, sollte die Frau unerwartet versterben? Auch wenn sie nicht für das Haupt-Einkommen der Familie sorgt, entstehen Kosten und Mühen für die Versorgung des Haushaltes und der Kinder und es stellt sich die Frage, ob der Ehemann in dem Falle noch beruflich so aktiv sein kann oder möchte wie zu ihren Lebzeiten.

Was kostet mich eine solche Analyse und Beratung?

Für die Erstellung einer solchen Analyse inklusive einem Bericht sollten Sie mit einem Honorar in Höhe von 500,-- bis 700,-- € (brutto) rechnen. In diesem Honorar sind eine Vorbesprechung der Grundannahmen, die telefonische Besprechung (Beratung) der Ergebnisse sowie die Beantwortung von Fragen inkludiert.